18. November 2017

Händel: Der Messias

Samstag, 15. Dezember 2018, 18:00 Uhr
Einlass 17:15, Ende ca. 20:30 Uhr

St. Viktor-Kirche Schwerte
Veranstalter: Konzertgesellschaft Schwerte

Karten in den Preisgruppen A-D, Preise 15 € bis 26 €

Großes und kleines Wahl-Abo sind gültig, zum Teil mit Zuzahlung, siehe unten

Festliches Konzert zu Weihnachten

Solisten: Antje Bitterlich – Sopran, Ruut Mattila – Alt, Thomas Iwe – Tenor, Markus Volpert – Bass

Chor der Konzertgesellschaft Schwerte

Orchester aus Instrumentalsolisten der Dortmunder Philharmoniker, des Philharmonischen Orchesters Hagen u.a.

 

Leitung:  Franz Leo Matzerath

 

In Deutschland ist ohne Frage Bachs Weihnachtsoratorium das in der Weihnachtszeit am häufigsten aufgeführte Oratorium. In anderen christlichen Kulturnationen spielt in der gleichen Zeit Händels „Der Messias“ eine ähnliche Rolle.

Während aber Bachs Oratorium ausschließlich die Weihnachtsgeschichte zum Inhalt hat, spannt der „Messias“ in seinen drei Teilen den Bogen über die gesamte christliche Heilsgeschichte – von den alttestamentarischen Prophezeiungen über Christi Geburt und Leben bis zum Tod am Kreuz und seiner Wiederkehr und Verherrlichung. Händel selbst setzte den Messiah (so der Titel des englischen Originals) stets in der Fasten- und Osterzeit auf den Spielplan. Schon zu Händels Lebzeiten wurde es aber in Dublin – dem Ort der Uraufführung – üblich, das Werk in der Adventszeit aufzuführen. Diese Tradition breitete sich bald besonders in den englischsprachigen Ländern aus, wo heute der Messiah zu den regelmäßig aufgeführten Oratorien der Weihnachtszeit gehört.

Die Konzertgesellschaft Schwerte will mit der diesjährigen Messias-Aufführung in der englischen Originalsprache die Folge der jährlichen Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium aber nicht grundsätzlich beenden, sondern zukünftig von Zeit zu Zeit auch Händels populärstem geist-lichen Oratorium den gebührenden Platz bei den Weihnachtskonzerten einräumen.

Händel, 1685 in Halle an der Saale geboren, war nach ersten großen Erfolgen seiner in Italien entstandenen Opern im Jahr 1710 Kapellmeister am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover geworden. Er hatte dabei durch großzügige Regelungen mit seinem Dienstherrn parallel mehrmonatige Reisen an andere europäische Höfe unternehmen können, so auch an den englischen Hof von Königin Anne. 1714 – mit der Krönung von Kurfürst Georg von Hannover zum englischen König Georg I. (im Rahmen der Erbfolge) entschied sich Händel, englischer Staatsbürger zu werden und blieb – abgesehen von kürzeren Reisen – bis zu seinem Lebensende in England. Hier krönte er seine Laufbahn als gefeierter und erfolgreichster Komponist seiner Zeit mit zahllosen Opern, Oratorien und Instrumentalwerken und wurde damit sogar auch zu einem für seine Zeit beispiellos erfolgreichen „Musikunternehmer“. Er hinterließ bei seinem Tode ein auch für heutige Verhältnisse beachtliches Vermögen von – nach heutigen Maßstäben – etwa 4-6 Millionen Euro.

Anlass für die Komposition seines Oratoriums Messiah war seine Einladung zu einer Konzertreihe in der Osterwoche in Dublin. Händel schrieb die Musik einschließlich Instru-mentierung in dem für ihn typischen Tempo innerhalb von nur 24 Tagen im Sommer 1741. Die Uraufführung in Dublin am 13. April 1742 wurde als Benefizkonzert für karitative Organisationen veranstaltet und wurde vom Publikum enthusiastisch aufgenommen. Seither gehört der Messiah zu den populärsten geistlichen Werken, nicht nur in England, sondern in der ganzen westlichen Welt.

Händel selbst passte den Messiah viele Male an, so dass heute keine Version als „authentisch“ angesehen werden kann. Viele weitere Änderungen und Arrange-ments wurden in den folgenden Jahrhunderten hinzu-gefügt – so zum Beispiel von Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1789. Seine Uraufführung in Deutschland erlebte „Der Messias“ erst 1772 in Hamburg mit der deutschen Textfassung von Christoph Daniel Ebeling – erst 13 Jahre nach Händels Tod und 30 Jahre nach seiner englischen Uraufführung.

Aus Berichten derer, die dem Komponisten nahestanden, wissen wir, dass Händel das Werk in einer grenzenlosen Hochstimmung schuf, die fast einer Entrücktheit gleichkam. „Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen“ soll er tränenüberströmt ausgerufen haben, als er den zweiten Teil des Oratoriums mit dem berühmtesten Satz – dem Halleluja – abgeschlossen hatte.

In Schwerte war der Messias zuletzt 1999 (ebenfalls von der Konzertgesellschaft) zu hören. Nach gängiger Aufführungspraxis kommt im diesjährigen Konzert der Konzertgesellschaft das Oratorium mit allen drei Teilen, jedoch in einer um einige Solo-Arien leicht gekürzten Fassung zur Aufführung. (Aufführungsdauer etwa 2,5 Stunden)

 

Karten:

Preisgruppe A

(Reihe 1-9, nummerierte Plätze)
Tageskasse 26 €
Vorverkauf 24 €
Großes Wahl-Abo: Zuzahlung 9 €, bzw.
ohne Zuzahlung für 2 spez. Gutscheine
Kleines Wahl-Abo: Zuzahlung 9 €

Preisgruppe B

(Reihe 10-19, nummerierte Plätze)
Tageskasse 23 €
Vorverkauf 21 €
Großes Wahl-Abo: Zuzahlung 5 €
Kleines Wahl-Abo: Zuzahlung 5 €

Preisgruppe C

(Mittelschiff Reihe 20-25)
Tageskasse 20 €
Vorverkauf 18 €,  keine Zuzahlung

Preisgruppe D

(Seitenschiffe nicht nummeriert)
VVK und Abendkasse 15 €, großes und kleines Wahlabo ohne Zuzahlung

Schüler/Studenten: in Preisgruppe C 10 € und in Preisgruppe D 8 €

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