SPOTLIGHT: „Meeresfahrt“
SPOTLIGHT: „Meeresfahrt“
SPOTLIGHT: »Meeresfahrt« Aus Oper, Musical, Film und Konzertsaal
SPOTLIGHT:
»Meeresfahrt«
Aus Oper, Musical, Film und Konzertsaal
AnnikaRioux (Sopran)
Andreas Elias Post (Bariton)
Chor der Konzertgesellschaft Schwerte Konzertchor der Stadt Kamen
Neue Philharmonie Westfalen Leitung: Maik Morgner
Die Unendlichkeit, die Sehnsucht und Gefahr, aber auch die Stille des Meeres sind immer wieder Themen großer Kompositionen vieler Musiker gewesen. Das trifft auch auf die Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts zu, die sich immer wieder in ihren Werken mit diesem Themenbereich beschäftigt haben. So sind viele großartige Kompositionen entstanden im Bereich der Oper, des Musicals und des Films aber auch meisterhafte Instrumental- und Orchesterwerke.
Das diesjährige Konzert unserer „Spotlight“-Konzert- Reihe bietet aus dieser Themenwelt einerseits eine Auswahl mit bekannten „Ohrwürmern“, aber dann auch begeisternde Kompositionen von weniger bekannten Komponisten.
Als große Seefahrernation der vergangenen Jahrhunderte ist es nicht verwunderlich, dass gerade Komponisten aus England sich intensiv mit dem Thema Meer und Meeresfahrt beschäftigt haben. Bekannt sind vielen Konzertbesuchern bestimmt Edward Elgar oder Ralph Vaughn Williams, die sich intensiv diesem Sujet gewidmet haben. So mag einigen unserer Zuhörer etwa die 2014 von der Konzertgesellschaft Schwerte zusammen mit der Neuen Philharmonie Westfalen aufgeführte „Sea Symphony“ von Ralph Vaughan Williams noch in lebhafter Erinnerung sein.
Im diesjährigen Spotlight-Konzert sorgt auch gleich Charles Villiers Stanford – ein bedeutender englischer Komponist und Zeitgenosse von Edward Elgar – für einen fulminanten Auftakt mit zwei Nummern aus seinen „Songs for the Fleet“ für Chor, Bariton solo und Orchester.
Mit Richard Wagners romantischer Oper „Der Fliegende Holländer“ und dem Chor „Steuermann, lass‘ die Wacht“ sowie der Ballade Sentas aus der gleichen Oper werden danach zwei besonders populäre Stücke auf dem Programm stehen. Aus dem Genre Filmmusik darf dann bei einem Konzert mit dem Thema Meer natürlich der Sound Track von „Pirates of the Caribbe- an“ (von Klaus Badelt und Hans Zimmer) nicht fehlen, einer der populärsten Melodien deutscher Komponisten in Hollywood.
Für manchen überraschend mag es sein, dass auch der Österreicher Joseph Haydn sich mit unserem heutigen Thema beschäftigt hat – noch dazu in englischer Sprache: Bei seinem ersten England-Aufenthalt 1792 führte er sein (nur kurzes) Werk „The Storm“ mit großem Chor und Orchester in London auf, in dem er mit musikalischen Mitteln einen Sturm darstellt – vom leichten Wind bis zu den schließlich plötzlich hereinbrechenden Naturgewalten. Das Publikum war damals begeistert und der Erfolg des Werks machte Haydn nun auch im Bereich der Vokalmusik zu einem der gefragtesten Komponisten seiner Zeit in England.
Auch Ludwig von Beethoven, dessen 200. Todestag 2027 zu einem besonderen „Beethovenjahr“ macht, hat sich dem Thema Meer zugewandt.
Die zweite Hälfte unseres Konzerts beginnt mit Beethovens „Meeres Stille und Glückliche Fahrt“ – eine „Chor-Ode“ in großer Besetzung mit Chor und vollem Sinfonieorchester, in dem Beethoven 1814/15 die Gedichte Meeresstille sowie Glückliche Fahrt von Johann Wolfgang von Goethe vertonte.
In eine ganz andere Wasserwelt – zu einem sagenumwobenen Waldsee – führt uns dann die Nixe „Rusalka“ mit ihrer berühmten Sopran-Arie an den Mond aus Antonín Dvořáks gleichnamiger Oper, in der es um Sehnsucht, Treue und die Vergeblichkeit der Liebe zwischen Menschen und den Wesen der Wasserwelt geht – thematisch also eine kleine Reminiszenz an Wagners Senta-Arie aus dem Fliegenden Holländer in der ersten Konzerthälfte, jetzt natürlich mit ganz anderen musikalischen Mitteln.
Zurück zur Musik unserer heutigen Zeit und realen Welt bringt uns die Musik aus dem Historienfilm „1492 – Eroberungdes Paradises“, in dem es um die Entdeckungsreise Amerikas durch Christoph Columbus geht. Den Titelsong „Conquest of Paradise“ mit seinem martialischen Ostinato Rhythmus schrieb der griechische Komponist Vangelis: der unterlegte Text klingt zwar sehr nach lateinischen Worten, ist jedoch völlig sinnfrei.
Einer der größten Hits der Filmmusik aus der Seefahrtsgeschichte ist fraglos der danach folgende Titelsong von James Camerons Film „Titanic“ (1997), den der amerikanische Filmkomponist James Horner geschrieben hat.
Das Finale unseres Konzerts „Meeresfahrt“ eröffnet die Komposition „The Ol‘ Superb“ für Chor und Bariton solo aus der Sammlung „Songs of the Sea“ des bereits im ersten Teil bekannt gemachten englischen Komponisten Charles Villiers Stanford. Den harmonisch friedvollen Konzertabschluss bildet schließlich „Placido é il mar, andiamo“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Idomeneo“.
Das Konzert wird gefördert durch die Stiftung zur Förderung der Chormusik, Schwerte und den Landesmusikrat NRW
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